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Berufsbedingte Hauterkrankungen

Gesundheit, Sicherheit und Effizienz

Berufsbedingte Hauterkrankungen, inklusive berufsbedingten Ekzemen, sind ein ernstes Gesundheitsproblem, das heutzutage am Arbeitsplatz meist nicht erfasst wird; eine unsichtbare Gefahr, die sowohl die Effizienz des Unternehmens als auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter beeinträchtigt.

„Bis zu 40 % der Arbeiter leiden irgendwann in ihrem Arbeitsleben unter Hautproblemen.“
Centers for Disease Control & Prevention

„Fortwährend leiden 10 bis 15 % der Arbeiter unter Dermatitis.“
Luckhaupt et al; American Journal of Industrial Medicine 56:623-634 (2013)

„Die Häufigkeit berufsbedingter Hauterkrankungen ... könnte  um das 10- bis 50-fache unterschätzt werden.“
European Dermatology Forum White Book – Skin Diseases in Europe

Arbeiter sind jeden Tag Stoffen und Umgebungen ausgesetzt, die potenziell die Haut schädigen können, z. B.:

  • Reinigungsmittel, Flüssigkeiten, Chemikalien auf Wasserbasis
  • UVA- und UVB-Sonnenstrahlen
  • UVC-Strahlen durch Lichtbogenschweißen
  • Kalte Temperaturen in Innenräumen und im Freien
  • Mechanische Öle, Fette, Lösemittel, Kühlschmierstoffe
  • Staub, Pulver, luftgetragene Stoffe
  • Abrieb von Werkzeugen, Komponenten und Materialien
  • Schwitzen aufgrund des Tragens von PSA, z. B. Handschuhe und Sicherheitsschuhe

Belastungen durch Schadstoffe und Arbeitsbedingungen, die sich negativ auf die Hautgesundheit auswirken können und sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer ein potenzielles Risiko darstellen.

Risken für Arbeitnehmer

  • Krankheit/krankheitsbedingte Fehlzeiten
  • Reduzierte Arbeitseffizienz
  • Verringerte Gehälter
  • Gesenkte Moral und weniger Selbstbewusstsein
  • Im schlimmsten Fall Berufswechsel

Risken für Arbeitgeber

  • Schlechte Publicity
  • Erhöhte Kosten durch Ausfalltage
  • Reduzierte Produktivität
  • Erhöhte Kosten für Ausbildung und Anwerbung
  • Im schlimmsten Fall potenzielle Schadensersatzansprüche

Bei dem Großteil berufsbedingter Hauterkrankungen, in 95 % aller Fälle, handelt es sich um irritative und allergische Kontaktdermatitis, gefolgt von Hautkrebs.

„Berufsbedingte Hauterkrankungen kosten die EU jedes Jahr schätzungsweise 600 Mio. €, resultieren in ca. 3 Mio. Ausfalltagen … und zwingen viele Arbeitnehmer, ihren Beruf zu wechseln."
European Agency for Safety and Health at Work, Fact Sheet No.40

„Hauterkrankungen sind das zweithäufigste berufsbezogene Gesundheitsproblem in Europa. Sie machen über 7 % aller berufsbedingten Krankheiten aus und sind ein erhebliches Risiko in Verbindung mit der Belastung durch chemische, physische und biologische Risikofaktoren."
European Agency for Safety and Health at Work

 Die wesentlichen Barrieren für den Hautschutz:

  1. Andere Prioritäten und mangelnde Kenntnis bzw. Anerkennung des Stellenwerts der Hautgesundheit
  2. Unzureichende Schulung und Fortbildung von Arbeitern
  3. Mangel an geeigneten Hautschutzprodukten und -einrichtungen
  4. Standort und Zugänglichkeit der Produkte
  5. Das Ausgabeformat kann die Produktnutzung unattraktiv machen
  6. Bestimmte Inhaltsstoffe, die den Hautzustand negativ beeinträchtigen können