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Hautkrebsreport 2019

Hautkrebs ist mit über 272.000 Neuerkrankungen in Summe die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Das geht aus dem aktuellen Hautkrebsreport der Techniker Krankenkasse hervor. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und der Universität Bremen untersuchten (mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse) Routine-Daten der Krankenkasse aus den Jahren 2015-2017.

Die Ergebnisse sind alarmierend:

  1. Volkskrankheit Hautkrebs: Im Jahr 2017 waren in Deutschland ca. 1,4 Millionen Menschen an Hautkrebs erkrankt – 1,2 Millionen davon an epithelialem Hautkrebs und ca. 210.000 am malignen Melanom.
  2. Die Hautkrebserkrankungen nehmen stark zu: Von 2009 bis 2015 wurden 53% mehr Erkrankungen am hellen Hautkrebs und 32% mehr Erkrankungen am schwarzen Hautkrebs registriert.
  3. UV-Strahlung ist Ursache: Der häufigste Auslöser für Hautkrebs ist UV-Strahlung. Dementsprechend kann durch die Vermeidung übermäßiger UV-Strahlung das Risiko für Hautkrebs maßgeblich verringert werden.
  4. Schwarzer Hautkrebs ist extrem gefährlich: Während der helle Hautkrebs häufig erfolgreich behandelt werden kann, ist der schwarze Hautkrebs sehr gefährlich. Wird die Diagnose erst im fortgeschrittenen Stadium gestellt, ist der Krankheitsverlauf häufig tödlich.
  5. Früherkennung nicht verbreitet: Trotz der alarmierenden Zahlen zeigt der Hautkrebsreport auch, dass nur jeder fünfte gesetzliche Versicherte (auf Basis der Zahlen von 2015, 2016 und 21017) ein Hautkrebsscreening in Anspruch nahm.
  6. Hautkrebs ist die am zweithäufigsten anerkannte Berufskrankheit.


Der Hautkrebsreport zeigt: Immer mehr Menschen erkranken an Hautkrebs. Bei einem signifikanten Anteil der Erkrankungen wird die UV-Exposition im Beruf als Ursache von den Berufsgenossenschaften anerkannt. Die beste Prävention für Hautkrebs ist ein optimaler UV-Schutz.
Leider geht der Hautkrebsreport nicht auf die Nutzung von Präventionsmaßnahmen ein. Die vorliegenden Ergebnisse legen aber nahe, dass mit einem konsequenten UV-Schutz viele Hautkrebserkrankungen vermieden werden könnten.
 

Quelle: Hautkrebsreport 2019, Techniker Krankenkasse