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Herausforderungen am Arbeitsplatz

Sonnenschutzmittel-Herausforderungen am Arbeitsplatz

Der Lichtschutzfaktor von Sonnenschutzmitteln ist nur dann gewährleistet, wenn das Produkt korrekt aufgetragen und entsprechend wiederholt angewendet wird.  In den meisten Fällen wird Sonnenschutzmittel falsch oder nicht häufig genug aufgetragen, um das empfohlene Schutzniveau zu erreichen.

In der Regel wird höchstens die Hälfte der empfohlenen Menge an Sonnenschutzmittel aufgetragen, wodurch auch der tatsächliche Schutzfaktor um mindestens die Hälfte reduziert wird.

Sonnenschutzmittel wird im Laufe des Arbeitstages nicht häufig genug erneut aufgetragen, um steten Schutz zu gewährleisten. Schweißbildung, Waschvorgänge und mechanischer Abrieb vermindern den langfristigen Schutz des Sonnenschutzmittels.


Sonnenschutzmittel – Best Practice

Um während des Arbeitstages ausreichenden UV-Schutz sicherzustellen:

  1. Verwenden Sie die empfohlene Menge Sonnenschutzmittel; mehr ist besser
  2. Tragen Sie Sonnenschutzmittel alle 2-3 Stunden, oder im Falle von Schweißbildung oder Waschvorgängen häufiger, auf um kontinuierlichen Schutz zu gewährleisten
  3. Verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor, um die Risiken in Verbindung mit nicht sachgemäßer Verwendung zu verringern und das tatsächliche Schutzniveau zu erhöhen!

Lichtschutzfaktor

UVB

Sonnenschutzmittel werden anhand ihres Lichtschutzfaktors (LSF) kategorisiert, der sich darauf bezieht, wie gut ein Produkt gegen eine Art von UV-Strahlung - UVB - schützt. UVB-Strahlung kann schnell zu Hautschäden führen und ist die Hauptursache für Sonnenbrand und verschiedene Arten von Hautkrebs.
Der Lichtschutzfaktor gibt an, in welchem Maße ein Sonnenschutzmittel die normale Schutzfunktion Ihrer Haut erhöht.

Der LSF wird anhand der internationalen Norm ISO 24444:2010 bestimmt. Beim Testverfahren werden 2 mg des Produkts pro cm² der Haut verwendet. Bei der tatsächlichen Nutzung werden hingegen 0,5 bis 1,0 mg pro cm² der Haut verwendet. Es gilt: Je höher der Lichtschutzfaktor eines Produkts, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der gewünschte Hautschutz in alltäglichen Anwendungssituationen erreicht wird.

UVB Absorption

Abgesehen vom Schutz der Haut für unterschiedlich lange Zeiträume absorbieren Sonnenschutzmittel mit verschiedenen LSF auch unterschiedliche Mengen an UVB-Strahlung: Ein Sonnenschutzmittel mit LSF 15 lässt 6,3 % der UVB-Strahlen in die Haut eindringen; bei LSF 15 sind es 3,2 % und bei LSF 50 sind es 2,3 % der UVB-Strahlen.

UVA

Gemäß den Empfehlungen der EU sollte der UVA-Schutz des jeweiligen Sonnenschutzmittels mindestens ein Drittel des angegebenen LSF betragen; bei einem Sonnenschutzmittel, das diese Vorgabe erfüllt, sollte auf der Verpackung das UVA-Symbol abgebildet sein.

Im Allgemeinen gilt: je höher der LSF und die UVA-Bewertung, umso besser die Sonnencreme.
 

UVC

Es gibt keine spezifischen Leitlinien zur Messung des UVC-Schutzes. Jedoch kann die modifizierte COLIPA-Leitlinie des Testverfahrens nach ISO 24444:2010 verwendet werden, um die Schutzfunktion eines Produkts gegen UVC-Licht zu bestätigen.