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3 Jahre BK 5103 - ein Rückblick (Heller Hautkrebs)

Berufskrankheit seit 2015 - Heller Hautkrebs

Vor mehr als drei Jahren, zum 01.01.2015, wurde der so genannten helle Hautkrebs („Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung“) als neue Berufskrankheit unter der Nummer BK 5103 in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen. Schon im Jahr 2015 gingen bei der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) insgesamt 5.531 Verdachtsanzeigen ein. Der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) wurden weitere 2.196 Fälle von berufsbedingten Erkrankungen an hellem Hautkrebs gemeldet. Mit diesen Meldungen stand die BK 5103 bereits im ersten Jahr an dritter Stelle der gemeldeten Berufskrankheiten. 2016 wurden der DGUV insgesamt 6.101 Verdachtsfälle gemeldet, eine Steigerung von über 10 % zum Vorjahr.

Die besorgniserregend hohen Zahlen belegen die Notwendigkeit von Aufklärung und Prävention. Eine Untersuchung an Berufsschülern in „Outdoor“-Berufen unter der Leitung von Prof. Dr. med. Thomas L. Diepgen zeigt, dass Verständnis und Vorsorge gerade auch bei Berufseinsteigern noch stark verbesserungswürdig ist. Zudem vermuten Experten, dass deutlich mehr Beschäftigte schädlicher UV-Strahlung im Arbeitsalltag ausgesetzt sind, als bisher bekannt. Gemeinsam gilt es, die Präventionsbemühungen voran zu treiben und den UV-Schutz in den Köpfen fest zu verankern.

Aktuell liegen noch keine belastbaren Zahlen für 2017 vor, aber schon die quantitative Entwicklung in den ersten beiden Jahren offenbart ein breites Handlungsfeld in der Prävention. Unternehmen sind dazu aufgerufen, UV-Strahlung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und ihre Mitarbeiter ausreichend zu sensibilisieren und geeignete Schutzmaßnahmen bereit zu stellen.